| Aart de Kort & Cees van der Poel | Jüngste Orgelneubauten, Teil 2: Die Adema-Orgel in Scherpenzeel Het ORGEL 106 (2010), nr. 2, 30-37 [Zusammenfassung] |
In der Hervormde Kerk in Scherpenzeel wurde 1822 eine Orgel durch Johann Caspar
Friedrichs (1762-1825) ausgestellt. Der Unterhalt dieser Orgel ging nach 1825
auf Friedrichs Lerhrling Jan Gabry über. Die Orgel wurde Ende der 30er Jahre des
20. Jahrhunderts auf eine neuen Empore an der Turmwand aufgestellt. Während des
Zweiten Weltkriegs ging die Friedrichs-Orgel verloren. 1946 baute J. de Koff &
Zoon ein neues Instrument, wobei Teile der Witte-Orgel (1865) aus Werkendam
benutzt wurden.
Nach Abschluss von Arbeiten am Kirchengebäude beschloss man - aus
Unzufriedenheit mit dem bestehenden Instrument - den Bau einer neuen Orgel. Der
Auftrag wurde 2002 an Adema's Kerkorgelbouw aus Hillegom vergeben. In der neuen
Orgel sind Pfeifenwerk und andere Teile aus der De-Koff-Orgel wiederverwendet
worden. Die Firma Adema ist eine der wenigen niederländischen Orgelbaufirmen,
die auf eine eigene romantische Tradition zurückgreifen kann. Das hat die Firma
beim Bau der Instrumentes für Scherpenzeel auch vollauf getan, wobei die eigene
Geschichte nicht kopiert sondern interpretiert wurde.
Photos: Aart de Kort





