| Cees van der Poel | Schicksale von drei restaurierten Robustelly-Orgeln, Teil 1 Het ORGEL 103 (2007), nr. 3, 4-19 [Zusammenfassung] |
Eckelrade Photo: Jan Smelik
Guillaume Robustelly (1718/25 – 1793) lernte das Orgelbauerhandwerk bei der
Familie Le Picard. Nachdem diese Dynastie nicht mehr tätig war, wurde er der
wichtigste Repräsentant der Schule von Lüttich. Die Orgeln, die er in Eupen
(1760), Averbode (1772), Vreren (1785) und Hoogcruts (nicht genau datierbar)
baute, befinden sich nun in Roermond, Helmond, Minnertsga und Eckelrade. Drei
dieser Instrumente, nämlich die in Eckelrade, Minnertsga und Roermond, wurden in
den vergangenen sieben Jahren restauriert und werden in diesem Artikel
besprochen. (Das Instrument in Roermond wird in Teil 2 dieses Artikels
behandelt.)
Die Orgel in der St.-Bartholomeuskerk von Eckelrade datiert aus dem letzten
Viertel des 18. Jh. Ursprünglich stand sie im Kloster von Hoogcruts (bei
Noorbeek). 1803 wurde das Instrument in die Pfarrkirche von ’s-Gravenvoeren
umgesetzt. Von da kam es 1868 in die Kirche St.-Joannes de Doper in Limmel und
schließlich 1870 nach Eckelrade. Die Orgel erfuhr im 19. und 20. Jh.
eingreifende Veränderungen. Seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts
gab es Pläne für eine Restaurierung, die allerdings erst 2003/4 durch
Verschueren Orgelbouw B.V. durchgeführt werden konnte. Die Orgel wurde so weit
wie möglich in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Robustelly baute 1785 eine Orgel für die Kirche St.-Medardus in Vreren
(Tongeren). 1874 wurde das Instrument umgebaut und an die reformierte Gemeinde
in Welsrijp verkauft. 1955 wurde es in die Meinardskerk in Minnertsga umgesetzt.
Flentrop Orgelbouw B.V. aus Zaandam führte 1987 eine erste Restaurierungsphase
durch, die zweite und letzte folgte 2001. Die technische Anlage und einige
Register aus dem 19. Jh. wurden ebenso wie das freie Pedal aus dem 20. Jh.
beibehalten. Gleichzeitig wurden verschwundene Elemente von Robustelly
rekonstruiert.
Minnertsga Photos: Cees van der Poel


